hält die künstlerin rita nowak in der inszenierung ihrer tableaux vivants anfangs noch streng an der vorlage fest, weicht der direkte bezug zu werken aus der kunstgeschichte zunehmend einer freien assoziation - einer dramaturgie, die sich aus dem wechselspiel zwischen der person und ihrer umgebung erschliesst. in der jungst fertiggestellten arbeit „gabriel", zum beispiel, fügt sich die figur so harmonisch in das gewählte raumszenario ein, dass sie beinahe unsichtbar wird. das spiel zwischen person und raum, raum und person ist eines das sich immer wieder umkehrt. so auch in der 2010 entstandenen künstlerstlerportraitserie (valie export, gelitin, peter kogler, muntean & rosenblum, lisa ruyter, hubert scheibl, markus schinwald, eva schlegel, franz west, erwin wurm, heimo zobernig): während heimo zobernig und franz west in das vordergründige interesse der komposition rücken, werden die porträts von valie export und peter kogler primär vom sie umgebenden raum dominiert. dieser gedanke wird sogar soweit fortgeführt, dass manche personen - wie etwa hubert scheibl oder auch lisa ruyter - regelrecht „gesucht" werden müssen. die 1979 in wels geborene und in salzburg aufgewachsene künstlerin lebt und arbeitet seit ihrem studium an der akademie der bildenden künste wien (meisterklasse eva schegel) in wien und london. mehrere stipendien und auszeichnungen, unter anderem das staatsstipendium für fotografie (2005), sowie zahlreiche ausstellungen im in- und ausland, zeugen von der - hohen künstlerischen qualität ihrer arbeiten. ausstellungen (auswahl): "dandies ball" gallery ritter zamet, london (2010) "blickwechsel" westlicht, wien (2010) "on rococo" sotheby's, wien (2009) "atlantis" ve.sch, wien (2008) "21 positions" austrian cultural forum, new york (2007) "femine mystique" galerie steinek (2006) "memory" gemaeldegalerie wien (2004)