Der gebürtige Oberösterreicher Eduard Klell, der als Maler des Phantastischen bekannt wurde und bereits 2008 verstarb, wandte sich nach seinen Jahren an der Wiener Akademie vom Expressionismus an den Grenzen zur Gegenstandslosigkeit ab und dem phantastisch-analytischen Prinzip zu. Mit der von ihm weiterentwickelten Harzöllasurtechnik gab er seinen Gemälden die charakteristische farbliche Leuchtkraft und Intensität. Im Zentrum seines Schaffens stand der Mensch, insbesondere die weibliche Figur, der er durch formale Überbetonung und Übersteigerung einzelner Körperpartien eine besondere Bedeutungsperspektive zuschrieb. Seine technische Perfektion und die Vertrautheit mit Mythologie und Tiefenströmungen der Kunst stellten sein Werk in internationale Zusammenhänge, der in Galerien, Ausstellungen und Sammlungen in Amerika und Europa große Resonanz fand.