Der vorarlberger Künstler mit steirischen Wurzeln Alexander Waltner ist Maler, Dichter und Grenzgänger. In seinen Bildern präsentiert er eigene Universen, dicht bevölkert von Figuren, die sich in dramatischen Szenerien befinden. Das Drama ist den Bildern immanent, immer aktuell und zeigt sich im Moment des Malens so, wie es gerade ist. Die Malerei schafft dafür die Räume, in denen das Drama sichtbar werden kann. Die Bilder sind dabei weniger Fenster in die Welt, als vielmehr ein Sog in andere Sphären, in Räume der erweiterten Möglichkeiten, in denen sich zeigt, was sonst verborgen bliebe. Archaisch und kraftvoll entfalten die Bilder ihre Wirkung weit hinein in die Empfindlichkeit.
 
Alexander Waltner wurde 1967 in Lauterach in Vorarlberg geboren. Seit 1992 beschäftigt er sich als Autodidakt intensiv mit der Malerei. Auf der Suche nach seinem künstlerischen Ausdruck zog er als 25-Jähriger nach Wien. Im Laufe der Jahre schuf er eine eigene narrative Struktur entwickelt mit einer Dichte an Erzählung, die ihresgleichen sucht. Waltner baut dabei auf der Tradition vieler namhafter Künstler auf, ohne die seine Malerei nicht möglich wäre: Pablo Picasso, Max Beckmann, Francis Bacon, Oskar Schlemmer, Louis Bourgoise, Maria Lassnig, um nur einige wenige zu nennen.
 
Als „exzessiv aber sensibel und als Gesamtpaket eine naturverrückte Angelegenheit“, wurde er von der Presse bezeichnet. Waltners Bilder erzählen in Farbe vom Leben. Eindrucksvoll ausdrucksstark und sinnlich bewegend hinterlässt er bei den Besuchern seiner Ausstellungen bleibende Eindrücke und weckt Emotionen. Seine Kunst ist für den Betrachter entdeck- und erlebbar. Die Bilder und lyrischen Texte entstehen aus Alexander Waltners Begegnung mit Menschen, aus der Auseinandersetzung mit der Welt, die in lebhaften Szenen in seinen Bildwelten kulminiert. Das Atelier hat Alexander Waltner nach 25 Jahren in Wien mittlerweile nach Lustenau, in eine aufgelassene Stickerei, verlegt. Hier zelebriert er Leben und Leidenschaft und hat das Drama zur Kunst erhoben.
 
Alexander Waltners Biografie in eigenen Worten
 
ich liebe die malerei
und sie liebt mich
grenzen erwarten meine überschreitungen
szenen erfinden ihre wahrheit
wenn ich am ende bin
mache ich weiter
der gedanke ein spektakel
die tat ein süsses trauma
heute hier zu sein
dennoch nicht anwesend
gehe ich weiter
schwebe dauerunendlich